Was Patienten verschweigen, wenn KI zuhört

Eine Befragung in den USA ergab, dass ein erheblicher Anteil der Patient:innen eines medizinischen Ambulatoriums gewisse Informationen verschweigen würde, wenn eine KI aufzeichnet: Bei Fragen zur psychischen Gesundheit waren es 35%, bei Fragen zur sexuellen Gesundheit 41% und bei Fragen zu illegalen Aktivitäten wie Drogenabusus 52%. Menschen, die dem Gesundheitssystem ohnehin mit Zurückhaltung begegnen, schweigen häufiger als der Durchschnitt, etwa Migrant:innen, Asylsuchende oder Personen ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Dies berichtet die Ärztin Laila Fröhlich in einem Blogbeitrag. Diskutiert wird dort auch das Thema der informierten Zustimmung und die Frage, wie viel Zeit Ärzt:innen dank KI tatsächlich sparen. Fröhlich plädiert für einen selektiven Einsatz der KI und eine Abwägung von Chancen und Risiken, insbesondere in der Psychiatrie, Suchtmedizin und bei der sexuellen Gesundheit, sowie bei den oben erwähnten Patientengruppen.

https://mdai.ch/blog/was-patienten-verschweigen-wenn-ki-zuhoert/