Doculina: Prozessorientiertes Dokumentieren
Tao Bauer, einer der Gründer von Doculina, erklärt mir Anfang April 2026 in einer Online-Sitzung den Aufbau des Tools. Danach kann ich mich registrieren und werde freigeschaltet. Auch diesmal beginne ich mit dem häufigsten Use Case, der Aufzeichnung eines Gesprächs (ich könnte auch eine Zusammenfassung aus dem Gedächtnis aufsprechen oder eine Audio-Datei hochladen):
Nach der Audioaufname muss ich nach unten scrollen, um die Dokumentation zu erstellen:
Ich werde aufgefordert, die Sprache der Sitzung zu wählen ...
... sowie weitere Angaben zu machen. Hier wähle ich auch die Vorlage (Protokollstruktur genannt):
Nun erhalte ich die gewünschte Zusammenfassung, die ich bearbeiten und danach exportieren kann:
Eine Spezialität von Doculina ist die Möglichkeit, verschiedene Zusammenfassungen, Berichte und weitere Informationen einem Patienten zuzuweisen und direkt in Doculina aufzubewahren (z.B. für spätere Berichte):
Voraussetzung dafür ist, dass ich in den Einstellungen das entsprechende Datenspeicherkonzept ausgewählt habe:
Es empfiehlt sich, die Patient:innen nicht mit ihrem Namen zu bezeichnen, sondern mit einer Chiffre. Ausserdem filtert Doculina (wie auch PlaynVoice) persönliche Angaben wie Namen, Ort usw. so gut wie möglich heraus.
Das Anlegen von Patient:innen ermöglicht eine weitere Doculina-Spezialität: Ich kann pro Patient:in Verlaufsaspekte definieren, zu verschiedenen Zeitpunkten einschätzen oder sie von der Patient:in einschätzen lassen. Diese Verlaufsaspekte kann ich später in die Berichtserstellung einfliessen lassen.
Fazit
Doculina bietet alle üblichen Funktionalitäten: Audioaufnahme, Zusammenfassung und Berichtserstellung (inkl. der Möglichkeit, Notizen einzuspeisen, Dokumente hochzuladen usw.). Im Unterschied zu anderen Tools gibt es in Doculina die Möglichkeit, Patient:innen anzulegen, um auch später auf Dokumentationen, Berichte und Verlaufsaspekte zurückgreifen zu können.
In Berichten ergänzt Doculina Leerstellen mit KI-Vorschlägen, die als solche gekennzeichnet werden.
Doculina arbeitet, wie PlaynVoice und VIA, auf Microsoft-Infrastruktur.
An die Benutzeroberfläche musste ich mich ein bisschen gewöhnen, als ich aber die Prozessorientierung (auch bei den einzelnen Tasks) erkannt hatte, konnte ich gut damit arbeiten.
Doculina funktioniert mit allen Geräten und Browsern. Mikrophone, wie sie in Mobiltelefonen oder Laptops eingebaut sind, reichen aus. Das Tool kann ca. 100 Sprachen interpretieren, darunter auch schweizerische Dialekte.
Die Zusammenfassungen waren in meinen Tests durchaus adäquat.