LumaNote: Übersichtlich und solide

LumaNote aus Deutschland habe ich im Februar 2026 ausprobiert. Auf der Website kann ich wählen, ob ich eine persönliche Einführung bekommen oder selbstständig beginnen möchte. Ich entscheide mich für die zweite Variante. Ich gebe Name und Adresse an und erhalte kurz danach eine E-Mail mit den AGB sowie Informationen zum Datenschutz. Sobald ich diese Dokumente akzeptiert habe, kann ich mich registrieren und sofort mit der Arbeit beginnen.

Vor der ersten Aufnahme empfiehlt es sich, bei den Einstellungen vorbeizuschauen. Ähnlich wie bei VIA muss ich nämlich festlegen, an welche Zielgruppe ich mich richte, welche Therapieform ich anwende und wie die beteiligten Personen bezeichnet werden sollen:

Danach kann's losgehen. Praktisch: Anders als bei vielen anderen Tools kann ich die Aufnahme auch pausieren.

Am Ende der Aufnahme werde ich eingeladen, einen Titel zu vergeben und die Dokumentation zu generieren:

Danach muss ich angeben, ob es sich um eine Einzel-, Paar- oder Gruppensitzung gehandelt hat, sowie die gewünschte Anrede, den gewünschten Dokumentations-Typ und das gewünschte Template:

Nun kann ich die Dokumentation generieren, formatieren und auf verschiedene Arten exportieren:

Fazit

LumaNote nutzt Open-Source-Modelle und betreibt sie auf europäischen Servern von STRATO und IONOS. Das Tool bietet sich momentan ausschliesslich in Deutsch an, mit dem getesteten Schweizer Dialekt kommt es aber gleich gut zurecht wie die anderen vorgestellten Tools.

Die Zusammenfassungen sind adäquat und übersichtlich. Es werden zudem diagnostische Überlegungen nach ICD-10 vorgeschlagen und Angaben zu einer allfälligen Suizidalität gemacht. Ähnlich wie bei VIA scheint der Anspruch zu bestehen, das Gesprochene nicht nur zu protokollieren und übersichtlich darzustellen, sondern auch auf dem Hintergrund der gewählten Therapierichtung – zu interpretieren. Wie bei VIA muss man in LumaNote die Therapierichtung wählen, was für Therapeut:innen, die verschiedene Ansätze in ihre Arbeit integrieren, suboptimal sein kann.

LumaNote funktioniert mit allen Geräten und Browsern. Mikrophone, wie sie in Mobiltelefonen und Laptops eingebaut sind, reichen aus.

Insgesamt macht LumaNote einen übersichtlichen und soliden Eindruck.