VIVAM: 100% lokal in der Psychotherapie-Praxis

VIVAM aus Deutschland setzt auf die vollständige Datenverarbeitung bei der Kund:in, also in der psychotherapeutischen Praxis vor Ort. Dazu installiert mir Ahmed einer der Gründer – im August 2026 ein lokales Netzwerk zwischen meinem Laptop, einem von VIVAM zur Verfügung gestellten Kleincomputer (MacMini) und dem ebenfalls zur Verfügung gestellten 360-Grad-Mikrofon. Ich muss eine Stimmprobe von mir als «Therapeut» aufnehmen und bin danach bereit für die Nutzung von VIVAM.

Die Benutzeroberfläche (auf meinem Laptop) ist sehr übersichtlich:

Screenshot Isaac 1

Als erstes muss ich eine Patientenakte anlegen:

Screenshot Isaac 2

Danach kann ich mit der Aufnahme der Sitzung beginnen. Ich wähle die Patient:in und die Art des Gesprächs und starte die Aufnahme per Klick auf das grüne Mikrofon-Symbol:

Screenshot Isaac 3

Nachdem das Gespräch beendet ist und ich die Aufnahme gestoppt habe, startet der MacMini automatisch mit der Verarbeitung. Nach ein paar Minuten erhalte ich eine Zusammenfassung der Sitzung.

Im Abschnitt «Psychopathologischer Befund» finde ich zudem diagnostische Vorschläge der KI, die ich übernehmen, verwerfen und ergänzen kann:

Screenshot Isaac 4

Ausserdem kann ich die Interventionen erfassen, die ich in dieser Sitzung angewendet habe:

Screenshot Isaac 5

Eine Pflichtangabe ist zudem meine Einschätzung der Suizidalität und Fremdgefährdung der Patient:in. Aufgrund dieser vier Elemente (KI-Zusammenfassung, KI-gestützter psychopathologischer Befund, Interventionen, Suizidalität) kann ich danach die eigentliche Gesamt-Dokumentation der Sitzung erstellen lassen.

Fazit

VIVAM geht einen anderen Weg als die meisten anderen Anbieter: Die Datenverarbeitung erfolgt vollständig lokal (keine Cloud, kein externer Server, keine Internetverbindung), und die KI wird primär für die Protokollierung des Gesprächs sowie für die Textgenerierung aufgrund der Angaben der Therapeut:in genutzt.

Durch diesen Ansatz entfallen die meisten Datenschutzrisiken. Die Aufzeichnungen verbleiben im Besprechungszimmer. Nur die Therapeut:in kann mittels Zwei-Faktoren-Authentifizierung auf den MacMini und damit auf die Patientendaten zugreifen.

Die Audiodateien werden automatisch gelöscht, nachdem die Therapeut:in die Dokumentation einer Sitzung abgeschlossen hat.

Die Zusammenfassungen haben sich in meinen Tests als adäquat erwiesen, auch mit einem  schweizerdeutschen Rollenspiel.

Vergleichstabelle